
France war Ingenieur.
Seit Jahren beschäftigte ihn dieselbe Frage:
Wie könnte man Treibhausgase nicht nur vermeiden, sondern sinnvoll nutzen?
Nach vielen Versuchen entwickelte er eine Idee.
Bestimmte Gase sollten aus Industrieanlagen gefiltert und in einem neuen Verfahren zur Energiegewinnung genutzt werden.
Die ersten Berechnungen sahen vielversprechend aus.
France war begeistert.
Also stellte er seine Idee vor.
Bei Unternehmen.
Bei Investoren.
Bei Behörden.
Die Antworten klangen oft ähnlich:
Zu teuer.
Zu kompliziert.
Zu riskant.
Manche hörten ihm nicht einmal bis zum Ende zu.
Nach einigen Jahren dachte France darüber nach aufzugeben.
Vielleicht war die Idee einfach nicht gut genug.
Doch eines Abends stellte er seine Arbeit in einem offenen Netzwerk vor.
Dort traf er Menschen, die er sonst nie kennengelernt hätte.
Eine Wissenschaftlerin verstand die technischen Probleme.
Ein Jurist kannte die rechtlichen Hürden.
Eine Unternehmerin sah wirtschaftliche Möglichkeiten.
Mehrere Bürgerinitiativen halfen dabei, Aufmerksamkeit zu schaffen.
Plötzlich arbeitete France nicht mehr allein.
Aus Gesprächen wurden Treffen.
Aus Treffen wurden Projekte.
Aus Projekten entstand eine Pilotanlage.
Die ersten Ergebnisse waren besser als erwartet.
Weitere Partner kamen hinzu.
Andere Regionen übernahmen das Modell.
Jahre später wurden große Mengen von Treibhausgasen nicht mehr einfach ausgestoßen, sondern weiterverwendet.
Bei der Eröffnung einer neuen Anlage fragte ein Journalist France:
„Wann wussten Sie, dass Ihre Idee funktionieren würde?“
France lächelte.
„Als ich aufgehört habe, sie allein tragen zu wollen.“