
Geschichten. Erlebnisse. Ideen. Verbindungen.
Welche Welt können wir uns ermöglichen?
Rica saß auf einer alten Steinmauer.
Vor ihr floss ein breiter Fluss durch das Tal.
Kinder spielten am Ufer.
Zwischen den Bäumen bewegten sich Tiere.
Am Himmel glitten leise Transportdrohnen vorbei.
Nicht hektisch.
Nicht laut.
Einfach als Teil der Landschaft.
Auf der anderen Seite des Flusses hatten Menschen ein Picknick aufgebaut.
Mehrere Generationen saßen zusammen.
Sie lachten.
Erzählten Geschichten.
Und beobachteten den Sonnenuntergang.
Für Rica war all das selbstverständlich.
Saubere Flüsse.
Genug Wasser.
Genug Nahrung.
Sichere Städte.
Zeit für Familie.
Zeit für Freunde.
Zeit zum Lernen.
Zeit zum Leben.
An diesem Abend sprach sie mit ihren Freunden über die Vergangenheit.
Über die Welt von 2026.
Über Kriege.
Über Hunger.
Über Umweltzerstörung.
Über Angst.
Und über einen Menschen namens Ocir.
„War er ein Politiker?“, fragte einer.
„Nein.“
„War er reich?“
„Nein.“
„War er berühmt?“
Rica schüttelte den Kopf.
Dann blickte sie auf den Fluss.
„Eigentlich war er nur jemand, der eine Frage gestellt hat.“
Ihre Freunde sahen sie verwundert an.
„Und daraus wurde das alles?“
Rica lächelte.
„Nicht aus der Frage allein.“
Sie zeigte auf die Menschen am Ufer.
Auf die Brücke über dem Fluss.
Auf die Wälder.
Auf die Tiere.
Auf die Städte in der Ferne.
„Aus Millionen Entscheidungen.“
Eine Zeit lang sagte niemand etwas.
Nur das Wasser war zu hören.
Dann fragte ein Freund:
„Glaubst du, die Menschen damals wussten, was sie verändern würden?“
Rica dachte kurz nach.
Dann schüttelte sie den Kopf.
„Wahrscheinlich nicht.“
Sie blickte in den Himmel.
„Aber einige haben trotzdem angefangen.“